Download

„Die rote Linie“ – Intervention & Arbeitsblatt

„Die rote Linie“ – Intervention & Arbeitsblatt

Arbeit mit der „roten Linie“ – Intervention und Klientenmaterial zur Stabilisierung erotischer Selbststeuerung

Beschreibung: Dieses Paket umfasst zwei aufeinander abgestimmte Materialien: die vollständig ausgearbeitete therapeutische Intervention „Arbeit mit der roten Linie“ für Fachkräfte sowie ein begleitendes Klientenarbeitsblatt zur eigenständigen Bearbeitung zwischen den Sitzungen.

Im Zentrum steht die Entwicklung einer individuellen, vernunftbasierten Grenze – der „roten Linie“ – zwischen erotischer Fantasie und realer Umsetzung. Zwei gegenübergestellte Skalen (Reiz-Skala und Schaden-Skala) ermöglichen es, Reiz und Risiko gleichzeitig wahrzunehmen und eine Grenze zu setzen, die auch unter hoher Erregung abrufbar bleibt. Die Intervention ist explizit nicht pathologisierend – die Neigung selbst steht nicht zur Debatte.

Ein wesentliches Ziel ist die Entkopplung von sexueller Erregung und Entscheidungsfindung sowie die Prävention von Eskalationsdynamiken durch Triggeranalyse und einen individuellen Coping-Plan, der an Konzepten der achtsamkeitsbasierten Rückfallprävention orientiert ist.

Geeignet bei folgenden Anliegen:

  • Hochintensive erotische Fantasien mit wahrgenommenem Kontrollverlust
  • Eskalationsdynamiken, die sich der rationalen Steuerung entziehen
  • Heimliche Praktiken mit zunehmendem Leidensdruck oder Scham
  • Findom, Keuschhaltung, 24/7-Dynamiken, Besitz- und Kontrollfantasien
  • CNC, Edge Play, Rape Play und andere Praktiken an der Grenze von Fantasie und Realität
  • Online-Erziehungen und Blackmailing-Fantasien mit realem Risikopotenzial
  • D/s-Dynamiken mit unklaren Konsens- oder Abhängigkeitsstrukturen
  • Klienten, die sich fragen, wo ihre eigene Grenze liegt – und wie sie sie halten können

 

Besonderheiten:

  • explizit wertneutral und nicht pathologisierend – die Neigung steht nicht zur Debatte
  • arbeitet mit der Sprache und den Bildern des Klienten, keine Umdeutung oder Abschwächung
  • kombiniert kognitiv-rationale Arbeit (Skalen, Positionierung) mit emotionaler Reflexion
  • integriert Rückfallprophylaxe aus der achtsamkeitsbasierten Suchttherapie (u.a. SOBER-Technik)
  • Arbeitsblatt ermöglicht eigenständige Vor- oder Nachbereitung zwischen den Sitzungen
  • schriftliche Fixierung der roten Linie als alltagstaugliches Referenzsystem

 

Enthaltene Materialien:

Intervention (für Fachkräfte, ca. 18 Seiten):

  • ausführliche Darstellung von Ziel und therapeutischer Haltung
  • acht Schritte mit Leitfragen, Hinweisen und konkreten Formulierungshilfen
  • Psychoedukation zu Fantasie, Erregung und Entscheidungsfindung
  • vollständige Skala-Arbeit mit Durchführungshinweisen
  • Positionierungsfragen zu beiden Skalen
  • Prävention und Rückfallprophylaxe: Triggeranalyse, Eskalationskurve, SOBER-Coping-Plan, Hochrisikosituationen, Umgang mit Rückfällen, Ressourcenaktivierung
  • Fallbeispiel in Textform mit vollständigen Skalen und therapeutischem Fokus

 

Klientenarbeitsblatt (zum Ausdrucken oder digital ausfüllen, 4 Seiten):

  • Einführungstext mit Hinweis zur Bearbeitung außerhalb von Erregung
  • Reiz-Skala und Schaden-Skala mit ausfüllbaren Zeilen (je 10 Stufen)
  • Positionierungsfragen zur schriftlichen Reflexion
  • Feld zur Formulierung der eigenen roten Linie
  • Überprüfungsimpuls und Reflexionsfragen
  • Abschlusshinweis für das nächste Gespräch

 

Empfohlen für: Sexualtherapie & -beratung, Einzeltherapie und sexualpsychologische Beratung – insbesondere bei Klienten mit hochintensiven erotischen Neigungen, Eskalationsdynamiken oder dem Wunsch nach mehr innerer Steuerungsfähigkeit im Umgang mit der eigenen Sexualität

Seitenzahl: ca. 18 Seiten (Intervention) + 4 Seiten (Arbeitsblatt)

25,00  inkl. MwSt.